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Neuigkeiten
24.02.2021, 09:31 Uhr
Von der Sprengstoffproduktion zum Umweltzentrum

Kreis RE. Mit dem Ende der Sprengstoffproduktion hat der Kreis 2019 die Zukunft des WASAG-Geländes, im Norden von Haltern am See gelegen, in die Hand genommen. Als neuer Eigentümer plant der Kreis zusammen mit der Stadt Haltern am See die weitere Entwicklung des rund 210 ha großen Geländes der ehem. Sprengstofffabrik WASAG (Westfälisch-Anhaltinische-Sprengstoff-Aktien-Gesellschaft). Das Ziel ist die Schaffung eines Energie- und Umweltquartiers, das Rücksicht nimmt auf die gewachsene Kulturlandschaft.

Am 1. Februar 2021 hat der Kreistag dazu einstimmig beschlossen, Teilflächen zu entwickeln und mit den daraus zu erzielenden Einnahmen die Finanzierung der Flächenaufbereitung sowie die Altlastensanierung zu sichern. Bereits 2017 hatte der Kreis sich vorsorglich mit dem Gelände als Sonderstandort bei der IGA 2027 mit dem Titel „Umweltzentrum auf großflächiger Rüstungsaltlast (WASAG)“ beworben. Die Verwaltung wurde nun finanziell ertüchtigt und beauftragt, die Bewerbung weiter voranzutreiben und zu konkretisieren.

Das WASAG-Gelände umfasst drei unterschiedliche räumliche Teilbereiche, die für die Besucher der IGA zugänglich gemacht werden sollen: 1. Das ehemalige Werksgelände,

2. Wälder und Moore als Teil des Naturschutzgebietes Moor- und Feuchtbiotope der Sythener Mark, 3. Kiefern- und Mischwaldflächen in Umwandlung zu einem naturnahen Eichen-Birken-Wald. Die jeweiligen Teilbereiche werden an „Standpunkten“ vermittelt, die sich über eine definierte Wegeführung erschließen. Außgehend vom alten Labor, das zum Dokumentationszentrum umgebaut werden soll, beginnt ein industriehistorischer Rundgang, der den revitalisierten Baubestand, die Energieprojekte, die Sanierungsanlagen, das Naturschutzgebiet WASAG-Moore und die umgeforsteten Wälder erfahrbar machen.  

Themen für das Dokumentationszentrum werden sein: Das WASAG-Gelände

  • Als Ort der Produktion von Wettersprengstoffen für das Ruhrgebiet
  • Als Ort der Produktion von Munition für die Weltkriege
  • Als Ort von Zwangsarbeit und Tod
  • Als Ort von Arbeitsunglücken

Die Internationale Gartenausstellung (IGA) findet in Deutschland alle 10 Jahre statt. Fußend auf einer Machbarkeitsstudie von 2015 hat die RVR-Versammlung entschieden, dass sich das Ruhrgebiet mit dem Konzept einer dezentralen internationalen Gartenausstellung Ruhr bewirbt. Der Kreis Recklinghausen als Teil des Regionalverbandes Ruhr bewirbt sich für die IGA 2027 mit dem WASAG-Sonderstandort „Umweltzentrum auf Rüstungsaltlast“.

aktualisiert von Fenja Jedl, 24.02.2021, 09:37 Uhr